Das Festival
Zahlen und Fakten

Indisches Filmfestival Stuttgart

Das Indische Filmfestival Stuttgart ist Europas größtes indisches Filmfestival. Seit 2004 wird es jährlich fünf Tage lang im Juli vom Filmbüro Baden-Württemberg veranstaltet. Seit 2011 heißt das Festival nicht mehr 'Bollywood and Beyond', sondern Indisches Filmfestival Stuttgart. Die Namensänderung soll verdeutlichen, dass im Festivalprogramm nicht primär die als 'Bollywood' bezeichneten Mainstream-Hindi-Filmproduktionen, sondern aktuelle Filmproduktionen aus allen Regionen des Subkontinents gezeigt werden. Das Indische Filmfestival Stuttgart spiegelt die wachsende Internationalisierung indischer Filme ebenso wie das Interesse für die indische Kultur in Deutschland wider.
 

Geschichte

Den Anstoß für das Festival gab die seit 1968 bestehende Städtepartnerschaft zwischen Mumbai (Bombay, Sitz der indischen Filmbranche) und Stuttgart, die bis heute das Festival prägt: Anfang 2004 besuchte eine Wirtschaftsdelegation mit dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Herr Dr. Wolfgang Schuster, sowie dem indischen Honorarkonsul, Andreas Lapp, Indien. Im Rahmen dieses Besuchs wurde in Mumbai auch der Medien- und Filmstandort Region Stuttgart und Baden-Württemberg präsentiert. Dabei wurde die Idee entwickelt, ein indisches Filmfestival zu gründen.
 

Filme

Im Mittelpunkt des Festivals stehen Filme, die das indische Kino in seiner ganzen Bandbreite präsentieren. Entsprechend enthält das Festivalprogramm klassische Bollywood-Produktionen, zeigt aber darüber hinaus Filme aus allen Regionen und Landesteilen Indiens. Denn neben den großen Bollywood-Produktionen bietet die indische Filmlandschaft auch ambitionierte Independent-, Dokumentar- und Kurzfilme, die einen differenzierten und durchaus kritischen Blick zeigen. Hierbei handelt es sich häufig um klassische Arthouse-Produktionen, die das Leben und die Probleme der Menschen in Indien porträtieren.
 

Festivalprogramm

Neben der Filmvorführung sind zahlreiche Veranstaltungen Teil des Festivals, die das Filmprogramm thematisch begleiten und bereichern. Tea Talks (Gesprächsrunden) informieren über wirtschaftliche und kulturelle Themen. Das Festival richtet sich somit nicht nur an Film-Fans, sondern auch an Indienliebhaber, Medienschaffende sowie Interessierte und Fachleute aus Politik, Kultur, Tourismus, Kunst und Wirtschaft.
 

Besucherzahlen

Das Filmfestival zog im Gründungsjahr 2004 etwa 3.500 Besucher an. Im Jahr 2014 besuchten etwa 5.000 Fans der indischen Filmkultur das Festival.
 

Preise

Im Wettbewerb um fünf Preise gehen Spielfilme, Kurzfilme und Dokumentarfilme an den Start. Der German Star of India für den Besten Spielfilm ist mit 4.000 Euro dotiert und wird von Honorarkonsul Andreas Lapp verliehen. Der German Star of India für den Besten Dokumentarfilm ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von einer dreiköpfigen Fachjury vergeben. Der German Star of India für den Besten Kurzfilm, ebenfalls mit 1.000 Euro dotiert. Der Directors Vision Award richtet sich an Regisseure, die in ihrem Filmbeitrag ambitioniert den Blick auf einen kulturellen, sozialen oder gesellschaftlichen Missstand richten. Der Audience Award, mit 1.000 Euro dotiert, wird vom Publikum aus allen auf dem Festival gezeigten Filmen gewählt.